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Druckdaten richtig anlegen – Beschnitt, CMYK, Auflösung einfach erklärt

Valerie Sachweh · · 3 Min. Lesezeit · Printdesign

This article is written in German.

Briefpapier mit V.-Nagaa-Monogramm als Beispiel für Printdesign

Die Druckerei meldet sich mit „Ihre Daten sind nicht druckfähig“? Mit dieser Checkliste vermeidest du die häufigsten Fehler bei Flyern, Visitenkarten und Einladungen.

Ein schöner Entwurf ist nur die halbe Miete. Damit Flyer, Visitenkarte oder Einladung so aus der Druckerei kommen, wie du sie am Bildschirm gesehen hast, müssen die Daten technisch stimmen. Diese Begriffe solltest du kennen.

Die Checkliste für druckfertige Daten

  1. Endformat stimmt mit dem bestellten Format überein.
  2. Beschnitt ist rundherum angelegt, meist 2 bis 3 mm.
  3. Sicherheitsabstand: Texte und Logos halten einige Millimeter Abstand zum Rand.
  4. Farbmodus CMYK statt RGB.
  5. Bildauflösung rund 300 dpi in der Druckgröße.
  6. Schriften sind eingebettet oder in Pfade umgewandelt.
  7. PDF-Export nach den Vorgaben der Druckerei, häufig PDF/X.

Die genauen Werte gibt immer deine Druckerei vor. Ein Blick in ihr Datenblatt erspart dir Rückfragen.

Endformat, Beschnitt und Sicherheitsabstand

BegriffBedeutungTypischer Wert
Endformatdie Größe nach dem Zuschnittz. B. 85 × 55 mm, DIN A6
BeschnittZugabe, die beim Schneiden wegfällt2–3 mm je Seite
SicherheitsabstandAbstand wichtiger Inhalte zum Rand3–5 mm

Beim Schneiden können sich Bögen minimal verschieben. Reicht ein Hintergrund nur bis zum Endformat, entstehen weiße Kanten, sogenannte Blitzer. Deshalb laufen Hintergründe und randabfallende Bilder in den Beschnitt hinein. Texte dagegen bleiben im sicheren Bereich, damit nichts angeschnitten wird.

CMYK statt RGB

Druckmaschinen arbeiten mit Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK). Bildschirme arbeiten mit Licht in Rot, Grün und Blau (RGB). Lieferst du RGB-Daten, rechnet die Druckerei um, und kräftige Farben wirken danach oft matter. Wer die Farben selbst in CMYK anlegt, sieht vorher, wie das Ergebnis aussehen wird.

Tipp für tiefes Schwarz bei großen Flächen: Viele Druckereien empfehlen ein sogenanntes Tiefschwarz, also Schwarz mit einem Anteil der anderen Farben. Kleine Texte bleiben dagegen in reinem Schwarz, damit sie scharf bleiben.

Auflösung von Bildern

Für Druck gilt als Faustregel eine Auflösung von etwa 300 dpi in der tatsächlichen Druckgröße. Ein Bild, das am Bildschirm gestochen scharf aussieht, kann im Druck unscharf werden, wenn es zu klein ist. Bilder aus Messengern oder Social Media sind meist stark komprimiert und für den Druck ungeeignet.

Die häufigsten Fehler

  • Logo nur als kleines JPG aus dem Internet
  • kein Beschnitt angelegt
  • Text zu nah am Rand
  • Datei in RGB
  • Schriften fehlen oder werden ersetzt
  • falsches Format bestellt, zum Beispiel DIN lang statt DIN A5

Welche Logo-Dateien du für den Druck brauchst, erkläre ich im Beitrag Logo-Dateiformate.

Häufige Fragen

Wie viel Beschnitt brauche ich?

Meist 2 oder 3 mm pro Seite. Manche Druckereien verlangen bei bestimmten Produkten mehr. Maßgeblich sind immer die Vorgaben deiner Druckerei.

Was bedeutet 300 dpi?

Dpi steht für „dots per inch“, also Bildpunkte pro Zoll. 300 dpi in der Druckgröße gelten als Richtwert für scharfe Bilder bei Drucksachen, die aus der Nähe betrachtet werden.

Lieferst du druckfertige Daten?

Ja, wenn das vereinbart ist. Ich lege die Dateien dann nach den Vorgaben deiner Druckerei an. Druck und Versand selbst sind nicht in meinen Preisen enthalten. Alle Leistungen findest du unter Leistungen und Preise.